Timbertop The Scud

22. Februar 2002 von Angelika Freitag

“Timbertop The Scud” ist immer noch einer der berühmtesten Deckhengste des Australischen Alpakazuchthofs “Timbertop Alpacas”. Er deckt dort auch mit 14 Jahren (2012) immer noch und hat die für einen schwarzen Hengst ungewöhnlich hohe Anzahl von über 200 Nachkommen.

Insbesondere über seine vielen farbigen Nachkommen hat er einen großen Einfluss auf die Zucht dunkler Alpakas genommen.

Dazu hat nicht zuletzt seine außerordentliche Abstammung beigetragen: Sein Vater “ILR Peruvian Allin Capac” ist einer von nur drei Söhnne des berühmten Accoyo-Hengstes “Shere Khan”, die je die Farm von Don Julio Barreda verlassen haben. Nachdem “ILR Peruvian Allin Capac” von den USA nach Australien gebracht wurde, wurde er einer der wichtigsten Top-Ten-Hengste der frühen australischen Alpakazucht.

Wir sind sehr froh, mit seinem Sohn “Timbertop Royalty” einen Sohn dieses überdurchschnittlichen Vererbers mit diesem direkten Einfluss von Accoyo zu besitzen. So werden wir versuchen, die Accoyo-Dichte und -Bewollung in die feine Faser der Alianza-Linie zu bringen.

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NWA Peruvian Hemingway

22. Februar 2002 von Angelika Freitag

“NWA Peruvian Hemingway” wurde auf einer der weltbekannten peruanischen Alianza-Farmen geboren, die dafür bekannt sind, nicht auf Faser-Menge, sondern auf besonders feine Faser mit hoher Curvature zu züchten.

Ein berühmter Einkäufer hochwertiger Alpakafaser wurde vor Jahren gefragt, warum er grundsätzlich ALLE Faser von Alianza aufkauft: weil dort über 40 % aller Fasern im Bereich “Baby” liegen, der Durchschnitt ALLER Fasern bei 21 Micron. Das liegt daran, dass die hier gezüchteten Alpakas die feine Faser bis ins hohe Alter behalten. Nach seiner Meinung ist es die für den komerziellen Einsatz, also die Weiterverarbeitung zu Garn,  am besten geeignete Faser überhaupt.

In Peru wurde Hemingway von den weltbekannten Züchtern Roger Haldane und Mike Safley selektiert und nach Nordamerika gebracht auf Mikes berühmte Farm “Northwest Alpakas” (NWA). Er wurde dort zu einem der einflussreichsten Deckhengste der amerikanischen Zucht von Faser-Alpakas.

Mit 3 Jahren hatte er bei seiner Ankunft in Amerika 17,8 Micson mit einem SD (=Gleichmäßigkeit) von 3,6; mit 11 Jahren hatte er immer noch außerordentliche 24,5 Micron mit einem SD von 3,9! Das sind Faserwerte, wie sie bei so alten Alpakas sehr selten sind. Aber das wünschen wir uns in der Zucht: Die Faser sollte mit zunehmendem Alter nur so wenig in der Dicke ansteigen, dass sie auch im Alter noch für die Garnherstellung geeignet ist. Denn nur die für die Herstellung von Luxusfasern geeignete Faser bringt am Weltmarkt einen Betrag von 100-200 € pro Kilo.

“NWA Peruvian Hemingway” hat in den USA mehr als 450 Nachkommen hinterlassen. Die wenigen, die noch zu erwerben sind, sind extrem teuer, weil sein Einfluss noch Generationen später deutlich zu erkennen ist – eben ein “Stempelhengst”.

Über seinen Sohn “NWA Luminosa” hat er die australische Alpakazucht ganz außerordentlich beeinflusst. Auch hier sind seine Nachkommen erkennbar an der extrem feinen Faser und einer hohen Feinheit bis ins Alter hinein.

Wir sind sehr stolz, dass wir einen Anteil von dieser Genetik auf die Aabach-Farm bringen konnten durch seinen Sohn “DP Peruvian Balche”, der uns 28 Nachkommen hinterließ, womit wir den größten Bestand an “Hemingway-Genetik” in Europa besitzen.

Einige unserer besten Zuchttiere gehen so auf “NWA Peruvian Hemingway” zurück: “MLA Amelie”, “MLA Peruvian David”, “MLA Peruvian Veronika”,  “MLA Peruvian Venus” und nicht zuletzt “MLA Apoll”  und “MLA Bel Ami”, die sich beide als sichere Vererber für dauerhafte Feinheit und hohe Curvature erwiesen haben. Damit haben wir die Möglichkeit bekommen, unser Ziel zu erreichen und Alpakas zu züchten, deren Faser nicht nur in den ersten 1-2 Jahren hochwertig verarbeitet werden kann, sondern sehr viel länger.

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QAI Erbprinz von Peru

20. Februar 2002 von Angelika Freitag

Dieser Hengst wurde von Maria Bravo de la Garza 2001 nach Deutschland gebracht, um dort in ihrem Auftrag Stuten zu decken.

Auf allen Shows, die er in seiner Zeit in Deutschland besucht hat, hat er den Champion-Titel errungen: egal wie viele andere Alpakas vor Ort war, keiner hat ihn je übertroffen. Das lag nicht nur an seiner perfekten Bewollung, sondern vor allem an der Eigenschaft seiner Faser: ein feiner, sehr gleichmäßiger Crimp mit hochem Glanz und bis ins hohe Alter sehr feinen Mikronwerten.

Seine Nachkommen sind immer deutlich besser gewesen als ihre leider oft nur sehr wenig qualitätsvollen Mütter (zu dieser Zeit waren sehr gute Stuten in Deutschland selten).

Wir hatten das große Glück, dass wir vor seiner Abreise nach Polen noch alle unsere derzeitigen Stuten von ihm decken lassen konnten. Seine Fohlen haben im AAeV-Herdbuchscreening fast alle Punkte von 470 bis 529 erhalten und gehören zu unseren besten Zuchtstuten und -hengsten.

Leider ist dieser Ausnahmehengst am 15.Februar 2009 in Holland einem Brand zum Opfer gefallen.Er würde sicher auch heute noch höchsten Ansprüchen genügen!

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